Die technische Grundlage dafür bildet unser bereits aufgebautes LoRaWAN-Netz. Darüber übertragen die Sensoren ihre Daten energieeffizient und zuverlässig. Nachdem wir im vergangenen Winter bereits Taupunktsensoren erfolgreich im Einsatz getestet haben, gehen wir nun den nächsten Schritt und prüfen eine weitere konkrete Anwendung im Alltag.
Dafür installieren wir aktuell testweise 21 Sensoren an ausgewählten Standorten im gesamten Landkreis. Einer dieser Standorte befindet sich beispielsweise am Saaleradweg bei Sachsenvorwerk in der Gemeinde Berg. Weitere Messpunkte liegen entlang zentraler Radrouten wie dem Saaleradweg, dem Perlenradweg, dem Selbitztal-Radweg und dem Flüsseradweg.
Die eingesetzten Geräte sind etwa so groß wie eine DIN-A4-Seite und werden über ein kleines Solarpanel betrieben. Das ermöglicht uns einen autarken Einsatz – ganz ohne Stromanschluss oder größere bauliche Maßnahmen.
Die Sensoren erfassen Bewegungen und zählen, wie viele Radfahrer eine Messstelle passieren und aus welcher Richtung sie kommen. Auch Fußgänger, die die Wege nutzen, werden als Bewegung registriert. Dabei gilt klar: Es werden keine personenbezogenen Daten erfasst. Es entstehen keine Bilder, und einzelne Personen sind nicht identifizierbar – wir zählen ausschließlich Bewegungen.
Mit unseren Smart-City-Aktivitäten schaffen wir Schritt für Schritt die Grundlage für genau solche Anwendungen. Die Fahrradsensoren sind für uns ein weiterer wichtiger Praxistest. Wir prüfen ihren konkreten Nutzen im Alltag und werten die gewonnenen Daten sorgfältig aus, um daraus die richtigen Schlüsse für unsere Infrastruktur zu ziehen.
Gleichzeitig erhalten wir erstmals eine belastbare Datengrundlage zur tatsächlichen Nutzung unserer Radwege. Das hilft uns, Maßnahmen künftig gezielter zu planen und umzusetzen.
Ein weiterer Schritt ist bereits in Vorbereitung: Wir werden die erfassten Nutzungsdaten transparent aufbereiten und über unsere Website www.hoferland-digital.de öffentlich zugänglich machen. So ermöglichen wir Bürgern, Kommunen und weiteren Akteuren einen direkten Einblick in die Entwicklung des Radverkehrs im Landkreis. Die technische Umsetzung läuft aktuell – die Veröffentlichung ist in den kommenden Wochen geplant.
Mit dem Pilotprojekt schaffen wir eine fundierte Basis, um Entwicklungen im Radverkehr besser zu erkennen und unser Radwegenetz gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig unterstützen uns die Erkenntnisse dabei, auch ergänzende Angebote – wie Rastmöglichkeiten, Servicepunkte oder touristische Infrastruktur – bedarfsgerecht zu planen.





